Maschinenringe Ost

Brandenburger Landwirte übernehmen Vertragsnaturschutz auf dem Tempelhofer Feld

Datum: Freitag, 9. April 2010

Auf Initiative und Vermittlung des Landesmaschinenringes (LMR) Brandenburg-Berlin e.V., übernehmen ab sofort Brandenburger Landwirte die Aufgabe des Vertragsnaturschutz auf dem ca. 360 ha großen Areal des Berliner Flughafens Tempelhof.

„Unsere Mitglieder verfügen dabei sowohl über das erforderliche Know-How, als auch über die entsprechende Technik, um derartige Flächen sachkundig pflegen zu können, wobei dieses nur einige der Vorteile in Hinblick auf die Zusammenarbeit mit der Stadt Berlin und dem Flächenmanagement sind.“ bestätigt der geschäftsführende Vorstand des LMR, Julius Wrede. „Für unsere Mitgliedsbetriebe besteht vor allem der Vorteil darin, dass sie die vorhandene Technik mit solchen Einsätzen besser auslasten können. Der Vorteil für beide Seiten liegt dabei auf der Hand. So tritt zwar jeder Landwirt als selbständiger Auftragnehmer auf, jedoch vermittelt der LMR die Aufträge an die entsprechend geeigneten Mitglieder und rechnet in deren Auftrag mit den Auftraggebern ab. „Damit hat der Auftraggeber nur einen Ansprechpartner und die Landwirte können sich ganz auf die Arbeitserledigung konzentrieren.“ so Wrede weiter.

Für die Stadt Berlin und die WISAG Garten- und Landschaftsbau GmbH ein Vorteil, denn so konnten die Arbeiten ohne Verzögerungen beginnen, um diese, unter Berücksichtigung naturschutzrechtlicher Belange, pünktlich zur Öffnung des Geländes für die Bürger am 8. Mai, abschließen zu können.

Im ersten Pflegegang geht es dabei um Mähleistungen, bei denen durch Abstufungen in der Schnitthöhe Pufferzonen zwischen öffentlichen Bereichen und den für die Bodenbrüter relevanten Flächen herausgestellt werden sollen. Sie sollen so eine möglichst nachhaltige Nutzung des Geländes trotz teilweise gegensätzlichen Interessenslagen ermöglichen und dabei helfen, das Tempelhofer Feld als Grünfläche im Herzen Berlins zu etablieren.