Zu sehr erscheint das gestrige einstimmige Bekenntnis des Vorstands zu seinem Präsidenten als Versuch, die massiven Vorwürfe gegen Folgart unter den Teppich zu kehren. Dabei geht es nicht um eine Kleinigkeit. Eines der Unternehmen Folgarts soll in großem Umfang Land gekauft und dabei die bisherigen Pächter der Flächen herausgedrängt haben. Damit würde ausgerechnet der oberste Repräsentant der märkischen Bauern die eigene Klientel massiv schädigen. Wenn Folgart davon gewusst oder es sogar aktiv unterstützt hat, ist er als Präsident nicht zu halten. Sollte er es nicht gewusst haben, muss er zumindest eine Konsequenz ziehen und einige seiner vielen öffentlichen Ämter aufgeben. Schon aus seinen politischen Tätigkeiten als Bauernfunktionär in Bund und Land sowie als Abgeordneter in Potsdam und Rathenow ergibt sich eine Fülle von möglichen Interessenkollisionen. Quasi nebenbei aber auch noch einen großen Landwirtschaftsbetrieb zu führen, ist ein Ding der Unmöglichkeit.
Quelle:http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11767438/63629/

